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Soziale Teilhabe durch arbeitsmarktpolitische Angebote sichern

Das Recht auf soziale Teilhabe steht allen Menschen zu, auch im Leistungsbezug. Gerade sozial benachteiligten Gruppen wie Langzeitarbeitslosen muss eine sinnstiftende Perspektive durch Beschäftigung aufgezeigt werden. Wir meinen: Menschen mit Hilfebedarf dürfen nicht aus dem Fokus rücken. Deshalb hat das Bundesnetzwerk am 17.06.2021 den fachpolitischen Dialog mit den im Bundestag vertretenen Fraktionen gefunden, um die Perspektiven für soziale Teilhabe in der nächsten Legislaturperiode aufzuzeigen. Beschäftigungsangebote für langzeitarbeitslose Menschen sind ein entscheidender Ausweg, um soziale Teilhabe zu ermöglichen. Ein wesentlicher Schritt hierfür ist die doppelte Entfristung des Teilhabechancengesetzes – eine Entfristung des Instruments und eine Entfristung des Teilnahmezeitraums der Teilnehmer:innen in den Projekten. Hinzukommen muss eine Übernahme von Infrastrukturkosten für Gemeinwesen-Dienstleistungen ohne oder mit sehr geringer Einnahmeerwartung. An der Diskussion teilgenommen haben die Bundestagsabgeordneten Martin Rosemann, SPD, Beate Müller-Gemmeke, Bündnis 90/Die Grünen, Pascal Kober, FDP und Jessica Tatti, Die Linke. Alle Fachleute waren sich einig: Es muss eine langfristige Perspektive für soziale Teilhabe durch ein Regelinstrument geschaffen werden. Die politischen Vertreter:innen setzen sich dafür in den Koalitionsverhandlungen nach der Bundestagswahl ein. Wir wünschen uns sehr, dass Frau Müller-Gemeke von den Grünen mit ihren fachpolitischen Positionen eine breite Unterstützung findet. Auch CDU/CSU, SPD, FDP und Linke sollten sich der doppelten Entfristung wie auch Infrastrukturleistungen gegenüber offen zeigen und eine klare Perspektive für die soziale Teilhabe von langzeitarbeitslosen Menschen schaffen. Menschen im Leistungsbezug sollen im Wahlkampf für alle Parteien eine wichtige Rolle spielen. Unabhängig von der Regierungskonstellation muss das Teilhabechancengesetz verbessert werden. Gern stehen wir hierfür beratend zur Seite. Zum Bundesnetzwerk für Arbeit und soziale Teilhabe: Das Bundesnetzwerk für Arbeit und soziale Teilhabe ist ein Verbund von rund 240 arbeitsmarktlichen Dienstleistern in den Landesarbeitsgemeinschaften und Verbänden für Arbeit in Baden- Württemberg, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen. Die Praktiker in den Organisationen entwickeln ihre Erkenntnisse im Umgang mit arbeitslosen Menschen bei der Umsetzung von Angeboten der Aktivierung, Ausbildung, Weiterbildung und Beschäftigung.

Bundesnetzwerk für Arbeit und soziale Teilhabe

c/o Verband für Arbeit, Bildung und Integration, Silbersteinstra e 33 in 12051 Berlin

Presseanfragen: Stephan Schultz 0162 2454 658

https://www.arbeit-teilhabe.de

Bundesnetzwerk mit Prüfsteinen zur Bundestagswahl Fokus auf die Schwächsten legen!

Mit der Bundestagswahl am 26. September 2021 geht eine turbulente Legislaturperiode zu Ende, die das Bundesnetzwerk für Arbeit und soziale Teilhabe intensiv begleitet hat. Die Einführung des Teilhabechancengesetzes hat die Perspektiven für langzeitarbeitslose Menschen verbessert. Für das Bundesnetzwerk ist das Gesetz eine große Chance zur Teilhabe von Langzeiterwerbslosen. Es bleibt die Hoffnung auf eine Verstetigung über die Bundestagswahl hinaus, um die Reichweite des Gesetzes zu erhöhen.

Die mehr als 200 im sozialen Arbeitsmarkt tätigen Unternehmen und Organisationen, die im Bundesnetzwerk zusammenarbeiten, sind dabei wichtige Akteure. Sie kennen die lokalen Arbeitsmärkte wie die arbeitsmarktlich und sozial Ausgeschlossenen gut und stellen zudem wichtige soziale und stadtteilbezogene Dienstleistungen zur Verfügung.

Gerade jetzt in der Pandemie geht es um den sozialen Zusammenhalt in der Gesellschaft. Beschäftigungsträger mit ihren Angeboten für Menschen in prekären Lebenslagen wie für das Gemeinwesen brauchen die maximale Unterstützung durch die Politik. Geld ist genug da, denn 2020 wurden erneut über 700 Millionen Euro nicht wie vom Bundesgesetzgeber vorgesehen für die Förderung von Langzeitarbeitslosen aufgewendet, sondern ungenutzt zurückgegeben. 

Das Bundesnetzwerk hat – auch für die Diskussionen mit unseren regionalen Netzwerken – beschäftigungspolitische Kernforderungen zur Bundestagswahl zusammengestellt. 

  1. Ausschöpfung der für die Eingliederung vorgesehenen Mittel zugunsten von langzeitarbeitslosen Menschen;
  2. keine weitere Verschiebung von Eingliederungsmitteln in den Verwaltungstitel;
  3. Entfristung des Teilhabechancengesetzes, weg von der „Programmitis“ in der Arbeitsmarktpolitik, hin zum Regelinstrument für den sozialen Arbeitsmarkt und für gesellschaftliche Teilhabe;
  4. Kofinanzierung des Teilhabechancengesetzes aus Bundesmitteln für Sach- und Restpersonalkosten sowie arbeitsplatzbezogene Unterweisung und Anleitung (z.B. über eine Nutzung des §16f SGB II) für gemeinnützige Betriebe;
  5. Übernahme auch von Landesmindestlöhnen;
  6. Verbindliche Nutzung des Passiv-Aktiv-Transfers auf Bundes- und kommunaler Ebene zugunsten der Langzeitarbeitslosen;

Auf der Grundlage dieser Prüfsteine wird das Bundesnetzwerk Empfehlungen zur Bundestagswahl veröffentlichen. Zuvor werden die Wahlprogramme der Parteien analysiert und festgestellt, in wie weit diese Forderungen Berücksichtigung gefunden haben.

Gern stehen wir beratend zur Verfügung.

Zum Bundesnetzwerk für Arbeit und soziale Teilhabe:

Das Bundesnetzwerk für Arbeit und soziale Teilhabe ist ein Verbund von rund 240 arbeitsmarktlichen Dienstleistern in den Landesarbeitsgemeinschaften und Verbänden für Arbeit in Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen. Die Praktiker in den Organisationen entwickeln ihre Erkenntnisse im Umgang mit arbeitslosen Menschen bei der Umsetzung von Angeboten der Aktivierung, Ausbildung, Weiterbildung und Beschäftigung. 

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Bundesnetzwerk für Arbeit und soziale Teilhabe

c/o Verband für Arbeit, Bildung und Integration, Silbersteinstraße 33 in 12051 Berlin

Presseanfragen: Stephan Schultz 0162 2454 658

https://www.arbeit-teilhabe.de

KiZ+ Kinder im Zentrum

Das Projekt KiZ+ Kinder im Zentrum ist ein trägerübergreifendes, konzeptionell einheitliches Modellvorhaben der PHOENIX Beschäftigung und Bildung e.G. Das Vorhaben KiZ+ wird seit Juni 2020 in fünf baden-württembergischen Stadt-und Landkreisen in Kooperation mit der Familienkasse durchgeführt.

Hier geht es zum Flyer

Die Träger:

TANDEM II

Fallbezogene Kosten-Nutzen-Analyse

Im Rahmen des Modellprojekts Familien im SGB-II-Bezug: Arbeitsmarktintegration der Eltern und Förderung der Kinder aus einem Guss

Hier geht es zur komplette Broschüre

Projekt KiZ+ gestartet

Kiz+ ist ein Modellprojekt zur nachhaltigen Verbesserung der Lebenssituation von Familien. Mit dem Projekt sollen Familien und Alleinerziehende-Haushalte neue Fördermöglichkeiten kennenlernen und bei der Entwicklung neuer beruflicher Perspektiven und der Vereinbarkeit von Familie und Beruf unterstützt werden.

Das erste Kooperationstreffen der Teilprojekte und der Familienkasse der BA hat am 04.08.2020 im Waldhaus in Hildrizhausen stattgefunden.