Projekt KiZ+ gestartet

Kiz+ ist ein Modellprojekt zur nachhaltigen Verbesserung der Lebenssituation von Familien. Mit dem Projekt sollen Familien und Alleinerziehende-Haushalte neue Fördermöglichkeiten kennenlernen und bei der Entwicklung neuer beruflicher Perspektiven und der Vereinbarkeit von Familie und Beruf unterstützt werden.

Das erste Kooperationstreffen der Teilprojekte und der Familienkasse der BA hat am 04.08.2020 im Waldhaus in Hildrizhausen stattgefunden.

Projekt „KIZplus – Kinder im Zentrum“ soll gefördert werden

Kiesewetter: „Kinder und Familien, die von sozialer Ausgrenzung und Armut bedroht sind, sollen unterstützt werden.“
Breymaier: „So wird verdeckte Armut bekämpft!“

Die Bundestagsabgeordneten Leni Breymaier und Roderich Kiesewetter erhielten eine erfreuliche Nachricht aus dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS): „Das BMAS beabsichtigt im Rahmen des ESF-Bundesprogramms „Akti(F) – Aktiv für Familien und Kinder“, das Projekt „KIZplus – Kinder im Zentrum“ des Trägers PHOENIX Beschäftigung und Bildung e.G. mit Sitz in Heidenheim mit einer Zuwendung zu fördern“, berichtet Roderich Kiesewetter.
 
Der Projektträger PHOENIX hat aufgrund der Teilnahme an der Interessenbekundung für das Programm Akti(F) bereits eine Zusage zur Durchführung des Projekts erhalten und muss nun noch den Antrag stellen. Bei der Interessenbekundung waren hierbei Bundesmittel in Höhe von rund 980.000 Euro und ESF-Mittel in Höhe von rund 1,23 Millionen Euro vorgesehen.
 
Leni Breymaier: „Der entsprechende Bewilligungsbescheid wird voraussichtlich im April nach Heidenheim versandt. Das Projekt kann dann starten und wird bis Ende Dezember 2022 laufen. Eine gute Nachricht das Projekt.“
 
Die beiden Abgeordneten freuen sich über die vorgesehene Zuwendung durch den Bund und begrüßen die inhaltliche Ausrichtung des Projekts. Roderich Kiesewetter: „Das Modellprojekt KIZplus soll in fünf baden-württembergischen Stadt- und Landkreisen durchgeführt werden. Klasse, das hier auch der Landkreis Heidenheim dabei ist. KIZplus wendet sich an Familien, die Kinderzuschlag beziehen oder darauf Anspruch haben. Insbesondere sollen Familien in sog. verdeckter Armut erreicht werden, die den Kinderzuschlag z.B. aus Angst oder wegen der Antragskomplexität noch gar nicht in Anspruch nehmen.“
 
Leni Breymaier: „Der Kreis der Anspruchsberechtigten für einen Kinderzuschlag wurde u.a. mit dem Starke-Familien-Gesetz schrittweise verdreifacht. Allerdings wird aktuell vermutet, dass nur ca. ein Drittel der Berechtigten den Kinderzuschlag in Anspruch nimmt. KIZplus will genau diese Zielgruppe noch effektiver erreichen, damit diese Familien ihre Situation nachhaltig verbessern können. So wird verdeckte Armut bekämpft.“
 
Damit entspricht das Projekt den Vorgaben des ESF-Bundesprogramms, welches darauf abzielt, die Lebenssituation und gesellschaftliche Teilhabe für Familien, die von Ausgrenzung und Armut bedroht sind, zu verbessern. Die Maßnahmen richten sich sowohl an Eltern als auch an deren Kinder, sowie bei Bedarf an andere erwachsene Haushaltsmitglieder. Sie sollen Unterstützung zur Aufnahme einer auskömmlichen Beschäftigung und zur Annahme von lokal und regional vorhandenen Hilfeangeboten, einschließlich Sozialleistungen erhalten. Darüber hinaus sollen die Modellvorhaben einen strukturellen Beitrag zur Verbesserung der rechtskreisübergreifenden Zusammenarbeit vor Ort leisten. Weitere Informationen finden Sie online unter: www.aktif.de.

https://www.roderich-kiesewetter.de/aktuelles/aktuelle-meldungen/details/projekt-kizplus-kinder-im-zentrum-soll-gefoerdert-werden.html

ESF-Bundesprogramm Akti(F) – Aktiv für Familien und ihre Kinder

Das Akti(F)-Programm zielt darauf ab, die Lebenssituation und gesellschaftliche Teilhabe für Familien, die von Ausgrenzung und Armut bedroht sind, zu verbessern. Die Maßnahmen richten sich sowohl an Eltern als auch an deren Kinder, sowie bei Bedarf an andere erwachsene Haushaltsmitglieder soweit ihre Rolle in Bezug auf die o.g. Ziele relevant ist (z.B. Lebenspartner): 

  • Familien mit Kindern unter 18 Jahren, die Leistungen nach dem SGB II oder nach dem SGB XII (auch ergänzende, sogenannte aufstockende Leistungen) beziehen
  • Eltern, die Kinderzuschlag erhalten oder hierauf Anspruch haben
  • Darunter können auch Alleinerziehende und Eltern mit Behinderungen (ggf. auch voll oder teilweise erwerbsgemindert) sein 

Sie sollen Unterstützung zur Aufnahme einer auskömmlichen Beschäftigung und zur Annahme von lokal und regional vorhandenen Hilfeangeboten, einschließlich Sozialleistungen erhalten. Darüber hinaus sollen die Modellvorhaben einen strukturellen Beitrag zur Verbesserung der rechtskreisübergreifenden Zusammenarbeit vor Ort leisten.