Landesprogramm „Neue Chancen auf dem Arbeitsmarkt

Im Mittelpunkt des neuen Landesprogramms „Neue Chancen auf dem Arbeitsmarkt“ stehen Menschen, die trotz der guten Konjunktur Schwierigkeiten haben, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Unterstützt werden vor allem Langzeitarbeitslose, junge Menschen ohne Berufsausbildung, Alleinerziehende, ältere Menschen und Migrantinnen und Migranten beim Arbeitsmarktzugang. Die Landesregierung stellt allein von 2018 bis 2020 insgesamt rund 19,2 Millionen Euro für das Landesprogramm zur Verfügung. Das Landesprogramm besteht aus mehreren Bausteinen mit unterschiedlicher Zielrichtung.

Baustein: Passiv-Aktiv-Tausch PLUS (PAT PLUS)

Der in der Vergangenheit bereits bewährte sogenannte „Passiv-Aktiv-Tausch“ (PAT) wurde für das neue Landesprogramm weiterentwickelt und um eine Qualifizierungskomponente für Langzeitarbeitslose erweitert („Passiv-Aktiv-Tausch PLUS“). Die Grundidee des „PAT“ ist es, die ursprünglich „passiven“ Leistungen für Lebensunterhalt und Wohnen in „aktive“ Zuschüsse für Arbeitgeber zu wandeln, die damit einen finanziellen Anreiz erhalten, zuvor Langzeitarbeitslose zu beschäftigen.

Für die Neuauflage des Programms (Start Juli 2017) mit 500 Teilnehmerplätzen stehen 2,1 Millionen Euro jährlich zur Verfügung. Vorgesehen ist der Betrag von 1.000 Euro für maximal zwei arbeitsplatzbezogene Qualifizierungen für den Arbeitgeber sowie eine Erfolgsprämie von maximal zwei Mal 100 Euro für den Arbeitnehmer bei Abschluss einer Qualifizierung. So kann beispielsweise der Erwerb eines Stapler-Führerscheins gefördert werden.

Weitere Informationen: Faltblatt  „Neue Chancen auf dem Arbeitsmarkt“ (PDF)

Baustein: Arbeitslosenberatungszentren (AloZ)

Arbeitslosenberatungszentren sind kostenlose Beratungsstellen für arbeitslose oder von Arbeitslosigkeit bedrohte Menschen. Sie informieren über Qualifizierungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten, beraten zu wirtschaftlichen und psychosozialen Situationen und gewähren rechtskreisübergreifende Unterstützung bei rechtlichen Fragen, insbesondere bei Fragestellungen im Zusammenhang mit dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II). Darüber hinaus eröffnen die Arbeitslosenberatungszentren mit ihrem niedrigschwelligen Ansatz Begegnungsmöglichkeiten und soziale Kontakte für erwerbslose Menschen.

In Baden-Württemberg werden aktuell zwölf Arbeitslosenberatungszentren vom Wirtschaftsministerium gefördert.
Ab dem 1. Januar 2020 sollen erneut zwölf Arbeitslosenberatungszentren mit jeweils 50.000 Euro gefördert werden. Ein Förderaufruf ist am 26. Juli 2019 ergangen. Die Antragsfrist endet am 1. Oktober 2019.

Zum Förderaufruf

Liste der geförderten Arbeitslosenberatungszentren (PDF)

Baustein: Beschäftigungsförderung und Jugendhilfe gemeinsam anpacken (BeJuga)

Das Wirtschaftsministerium unterstützt die Erprobung von Konzepten zur besseren Verknüpfung von Beschäftigungsförderung und Jugendhilfe. An 12 Projektstandorten in Baden-Württemberg sollen sieben bis zehn Bedarfsgemeinschaften (Eltern oder Alleinerziehende) mit mindestens einem minderjährigen Kind intensiv betreut werden. Ziel der Förderung ist es, eine ganzheitliche Unterstützung anzubieten und einen niederschwelligen Zugang zu weiterführenden Beratungs-, Betreuungs- und Beschäftigungsangeboten zu ermöglichen. Durch die praktischen Erfahrungen und eine wissenschaftliche Begleitung sollen grundsätzliche Erkenntnisse gewonnen werden, wie die Beschäftigungsförderung besser mit der Jugendhilfeverknüpft werden kann.

Ab dem 1. Januar 2020 sollen die bisher zwölf regionalen Standorte auf bis zu 22 ausgebaut werden. Auch der Förderumfang von bisher 50.000 Euro p.a. wird auf bis zu 75.000 Euro p.a. aufgestockt. Ein Förderaufruf ist am 25. Juli 2019 ergangen. Die Antragsfrist endet am 1. Oktober 2019.

Zum Förderaufruf

Alle weiteren Informationen unter:

https://wm.baden-wuerttemberg.de/de/arbeit/arbeitsmarktpolitik/landesprogramm-neue-chancen-auf-dem-arbeitsmarkt/

Fachtag: Beschäftigungsförderung und Jugendhilfe gemeinsam anpacken

Am 09. September 2019

https://wm.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/m-wm/intern/Dateien_Downloads/Arbeit/tandem2_1920x1080.mp4

Teilhabechancengesetz endlich umsetzen – SozialSTART.jetzt

SozialSTART.jetzt ist eine Initiative des Bundesnetzwerks soziale Arbeit und Teilhabe. Gemeinsam wollen über 250 Sozialunternehmen den „Sozialen Arbeitsmarkt“ wieder mehr in den Mittelpunkt rücken. Und mit SozialSTART.jetzt soll das ambitioniert gestartete Teilhabechancengesetz -trotz seiner mangelhaften Umsetzung- doch noch zu einem Erfolg werden.

Alle weiteren Infos dazu unter: https://www.sozialstart.jetzt

Bundesnetzwerk für Arbeit und soziale Teilhabe stellt Initiative vor. Zusammenschluss von über 250 sozialen Betrieben fordert Umsetzung des „sozialen Arbeitsmarktes“ ein.

Die Ankündigungen im Koalitionsvertrag klangen gut: Bis zu 150.000 Langzeitarbeitslose sollen unbürokratisch eine geförderte sozialversicherungspflichtige Arbeit finden. Für nicht wenige Sozialdemokrat*innen gab dies den Ausschlag, doch für die „GroKo“ zu stimmen. Vier Milliarden Euro stellte die Bundesregierung schließlich für diese Legislaturperiode bereit.

Ein knappes halbes Jahr nach Einführung des Teilhabechancengesetzes sind die Zahlen ernüchternd: statt 150.000 Menschen zusätzlich in Arbeit zu bringen, hat der „soziale Arbeitsmarkt“ über 6.000 Menschen neu arbeitslos gemacht.

Bisher sind nämlich vor allem die alten Förderprogramme ausgelaufen. Viele der ehemals geförderten Langzeitarbeitslosen mussten wieder Hartz IV beantragen, und in allen Bundesländern wird die gemeinnützige soziale Infrastruktur für einen „sozialen Arbeitsmarkt“ ersatzlos abgebaut.

Begründung: Langzeitarbeitslose könnten durch diesen neuen Lohnkostenzuschuss sofort in die gewerbliche Wirtschaft einmünden, soziale Betriebe würden nicht benötigt.

Leider bleibt dies eine Idee ohne Bezug zur Wirklichkeit. Trotz Förderung wollen wie auch in den vergangenen Jahren die meisten Unternehmen Fachkräfte einstellen, keine Langzeitarbeitslosen. Zudem ist der Leistungsdruck in den Unternehmen für gesundheitlich beeinträchtigte Menschen sehr belastend. Das Ergebnis ist traurig: weniger „sozialer Arbeitsmarkt“!

Die Initiative SozialSTART.jetzt macht auf diesen Fehlschlag aufmerksam.

Sie kritisiert die bisherige Umsetzung des „sozialen Arbeitsmarktes“ scharf und fordert Bundesregierung und Bundesagentur für Arbeit zu sofortigen Nachbesserungen auf. Gleichzeitig stellt das Netzwerk Menschen vor, die von der Neuregelung betroffen sind und präsentiert Zahlen, Fakten und Hintergründe.

SozialSTART.jetzt ist ein dringender Appell an die Verantwortlichen in Bundesregierung und Bundesagentur, endlich die Milliarden in zusätzliche Arbeitsplätze zu verwandeln, statt sie am Jahresende in den Bundeshaushalt zurückzugeben. Auch Länder und Kommunen könnten viel mehr tun: Vorgesehen ist, dass sie eigene Gelder in den „sozialen Arbeitsmarkt“ einbringen, z.B. die eingesparten „Kosten der Unterkunft“. Dies geschieht aber nicht.

Die Initiative SozialSTART.jetzt fordert die Bundesregierung, Länder und Kommunen auf

  • Versprechen einhalten – sofort Arbeitsplätze für Langzeitarbeitslose schaffen,
  • Zerstörung der vorhandenen Betriebsstrukturen im sozialen Arbeitsmarkt stoppen
  • Vorhandene Gelder für zusätzliche Arbeitgeberzuschüsse (16f, kommunaler PAT) nutzen statt in den Bundeshaushalt zurückzugeben!

Fachtag: Beschäftigungsförderung und Jugendhilfe gemeinsam anpacken – BeJuga

Landesprogramm: Neue Chancen auf dem Arbeitsmarkt durch das Landesprojekt „Beschäftigungsförderung

An zwölf Standorten in Baden-Württemberg werden durch das Landesprojekt „Beschäftigungsförderung und Jugendhilfe gemeinsam anpacken“ die Leistungen der Arbeitsförderung und der Jugendhilfe besser einander vernetzt.

Ziel ist es, Familien ganzheitlich zu begleiten und unterstützen, um den generationsübergreifenden SGB II Bezug zu durchbrechen. Dabei sollen Eltern und Kinder Beratungs- und Betreuungsleistungen aus einer Hand erhalten. Örtliche Hilfsangebote werden dafür aufeinander abgestimmt.

Am Fachtag präsentieren wir die Erfahrungen aus der Projektumsetzung und Ergebnisse der Evaluation. Praxisberichte der Projektträger runden den Tag ab.

Ich lade Sie herzlich am 9. September nach Stuttgart Bad-Cannstatt ein und freue mich auf den Austausch mit Ihnen.

Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut MdL

Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau des Landes Baden-Württemberg

Die offizielle Einladung zum Herunterladen:

Programm:

9.30 Ankommen und Begrüßungskaffee

10.00 – 10.30 Eröffnung

Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut MdL

Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau

des Landes Baden-Württemberg

10.30 – 11.15 Informations- und Impulsvortrag

„Alles aus einer Hand! – Warum rechtskreisübergreifendes

Arbeiten zu einer doppelten Dividende

führt“

Univ.-Prof. em. Dr. sc. oec. Uta Meier-Gräwe,

Justus-Liebig-Universität Gießen

11.15 – 11.45 Pause, Austausch

11.45 – 12.30 Vorstellung der Evaluationsergebnisse

Jutta Henke, Gesellschaft für innovative

Sozialforschung und Sozialplanung GISS

12.30 – 13.30 Mittagessen

„Markt der Möglichkeiten“

13.30 – 14.30 Berichte über die

Projektdurchführung

Erfahrungsberichte von

Teilnehmenden

Der PARITÄTISCHE

Baden-Württemberg e.V. und

PHÖNIX e.G.

14.30 – 15.00 Podiumsdiskussion mit

Prof. Dr. Uta Meier-Gräwe

Jutta Henke

Karin Woyta, PHÖNIX e.G.

Ralf Nuglisch, Der

PARITÄTISCHE

Baden-Württemberg e.V.

Ca. 15.00 Mittagskaffee, Get Together

Fachtag BeJuga: Save the Date!

Gemeinsam mit den durchführenden Gesamtprojektträgern, PHOENIX e.G. und Der Paritätische e.V. veranstaltet das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg den Fachtag „BeJuga“ am

Montag, den 9. September 2019
im Bürgerhaus Kursaal Bad Cannstatt
Königsplatz 1
70372 Stuttgart-Bad Cannstatt

Frau Ministerin Dr. Hoffmeister-Kraut wird die Veranstaltung eröffnen, des weiteren wurde Frau Prof. Dr. Meier-Gräwe für einen Impulsvortrag eingeladen.

Das evaluierende Institut des Modellprojektes wird seine Ergebnisse präsentieren, auch werden teilnehmende Projektträger über die gemachten Erfahrungen berichten.

Neben dem fachlichen Austausch wollen wir die Netzwerkarbeit fördern.

Das detaillierte Programm wird mit der Einladung im Frühsommer folgen.

 

Wirtschaftsministerin verspricht Hilfe Hoffnung für arme Göppinger Kinder

Eltern haben eine wichtige Vorbildfunktion für ihre Kinder – wenn die Eltern aber arbeitslos sind, kein Geld haben und keine Perspektiven sehen, leiden häufig ihre Kinder unter dem tristen Alltag.

Göppingen – Auch in wirtschaftlichen Boomzeiten gibt es Verlierer. Junge Menschen ohne Berufsausbildung, Alleinerziehende, Langzeitarbeitslose und ältere Arbeitnehmer können häufig nicht genügend am wirtschaftlichen Aufschwung teilhaben. Noch prekärer wird die Lage, wenn die Kinder aus solchen armen Familien ohne Perspektive aufwachsen, weil positive erwachsene Vorbilder fehlen, sagte Karin Woyta, die Geschäftsführerin der Staufen Arbeits- und Beschäftigungsförderungsgesellschaft (SAB) Göppingen. Hier soll Tandem II helfen, ein Modellprojekt, das die SAB mitentwickelt hat und das vom Wirtschaftsministerium gefördert wird. Diesen Willen bekräftigte Wirtschafts- und Arbeitsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut bei einem Besuch in Göppingen.

Eltern haben eine wichtige Vorbildfunktion für ihre Kinder

„Jeder, der Kinder hat, weiß, welche Vorbildfunktion Eltern zufällt. Wichtig ist es daher, Eltern zu stärken. Sie müssen wieder den Mut fassen, für sich erreichbare Perspektiven zu entwickeln, um nicht zuletzt gute Vorbilder für ihre Kinder zu sein“, sagte die Ministerin mit Blick auf das neue Beratungsangebot Tandem II. Hoffmeister-Kraut informierte sich im Rahmen einer arbeitsmarktpolitischen Reise bei der Göppinger SAB über deren breites Instrumentarium. Bereits seit 20 Jahren werden hier arbeitslose Menschen qualifiziert und ausgebildet, um ihnen eine Chance zur beruflichen und gesellschaftlichen Integration zu eröffnen.

Arbeitslose Eltern sollen beraten und unterstützt werden

Im Gespräch mit einer alleinerziehenden Mutter, die bei der SAB eine Teilzeitausbildung zur Kauffrau für Büromanagement absolviert, lobte Hoffmeister-Kraut den Einsatz der jungen Mutter für ihr berufliches Fortkommen und sagte: „Man muss Frauen ermutigen, alles unter einen Hut zu bekommen. Diese Ermutigung soll nun auch von Tandem II an sechs Modellstandorten in Baden-Württemberg geleistet werden. Der Gesamtprojektträger ist die gemeinnützige Genossenschaft für Beschäftigung und Bildung Phönix in Stuttgart. Der Göppinger Standort erhält dafür in diesem Jahr 50 000 Euro Personalkostenzuschuss für eine sozialpädagogische Fachkraft, landesweit werden 300 000 Euro an Förderung ausbezahlt. Das Projekt ist wahrscheinlich auf drei Jahre befristet. Mit ihrem Programm „Neue Chancen auf dem Arbeitsmarkt“ will die Landesregierung bis zum Jahr 2020 mit rund 19,2 Millionen Euro Modellprojekte fördern, die Benachteiligten den Zugang zum Arbeitsmarkt erleichtern sollen.

Organisiert werden sollen Kinderbetreuung, Nachhilfe und Sprachkurse

In Göppingen hat die SAB das neue Beratungsangebot bereits vorbereitet, das darauf abzielt, Eltern in ihren vielfältigen Anforderungen zu unterstützen. Damit sollen sieben bis zehn Familien, die Arbeitslosengeld erhalten und mindestens ein minderjähriges Kind erziehen, ganzheitlich betreut werden. „In diesen Familien fehlt es mitunter nicht nur an auskömmlicher Erwerbsarbeit, sondern auch an positiver Lebensfreude und einem Lebensplan. Deshalb muss es eine qualifizierte Vertrauensperson geben, die jedes einzelne Familienmitglied und die Familie als Einheit im Blick hat,“ erklärte Hoffmeister-Kraut.

Ziel des Projekts sei, dass Jobcenter und Beschäftigungsträger eng mit der Jugendhilfe zusammenarbeiten und damit den Konstruktionsfehler beheben, der sich im mangelnden Zusammenspiel der Verwaltungsebenen ergeben habe, wie Karin Woyta sagte. Auch Informationsdefizite über weitere Hilfsangebote sollten abgebaut und die gesellschaftliche Teilhabe gefördert werden. Es gehe um die Organisation von Kindertagesbetreuung, von Nachhilfeunterricht, aber auch um die Vermittlung in Sprachkurse und in die Gesundheitsförderung. All diese Maßnahmen könnten Familien stabilisieren.

Von Corinna Meinke 14. August 2017 – Stuttgarter Zeitung

Waldeckhof: Ministerin bringt Scheck

Die baden-württembergische Wirtschafts- und Arbeitsministerin, Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU), war am Montag unterwegs, um sich über die Umsetzung des  Landesprogramms „Neue Chancen auf dem Arbeitsmarkt“ zu informieren. Eine der Stationen war der Waldeckhof der Staufen Arbeits- und Beschäftigungsförderung (SAB) gGmBH.

Die Ministerin wollte sich in Jebenhausen vor allem ein Bild davon machen, wie die Verknüpfung von Beschäftigungsförderung und Jugendhilfe vor Ort funktioniert. Die Politikerin kam  nicht mit leeren Händen: Sie überreichte SAB-Geschäftsführerin Karin Woyta einen  Scheck über 300 000 Euro. Ein Sechstel dieser Summe, 50 000 Euro, bleibt bei der SAB. Denn Göppingen ist einer von sechs Standorten, an dem die Genossenschaft „Phönix Beschäftigung und Bildung“ als Gesamtprojektträger Familien betreut, die Sozialleistungen beziehen und mindestens ein minderjähriges Kind haben.

„Mir persönlich ist es wichtig, dass wir Bedarfsgemeinschaften mit minderjährigen Kindern besser erreichen und umfassend unterstützen können“, sagte die Ministerin. In den betroffenen Familien fehle es „mitunter nicht nur an auskömmlicher Erwerbsarbeit, sondern auch an positiver Lebensfreude und einem Lebensplan“. Deshalb müsse es „eine qualifizierte Vertrauensperson geben, die jedes einzelne Familienmitglied und die Familie als Einheit im Blick hat“, betonte Nicole Hoffmeister-Kraut. Ziel des Projekts sei es, dass Jobcenter und Beschäftigungsträger eng mit der Jugendhilfe zusammenarbeiteten. SAB-Geschäftsführerin Karin Woyta dankte der Ministerin für die Unterstützung und nannte das geförderte Projekt „ein Herzensanliegen“.

Info Mit dem Programm „Neue Chancen auf dem Arbeitsmarkt“ will das Land Menschen unterstützen, die Schwierigkeiten haben, einen Zugang zu finden. Die Landesregierung stellt für die verschiedenen Bausteine des Förderprogramms bis 2020 insgesamt rund 19,2 Millionen Euro zur Verfügung.

Helge Thiele, 16.08.2017